Veröffentlicht von Ambiente Magazine · 15.10.2025
Wie kann der E-Commerce nachhaltiger gestaltet werden? Diese Frage stellt das „Ambiente Magazine“ Rúben Lamy, dem Gründer und CEO von BIGhub, einem Vertriebsbeschleuniger, der auf den wichtigsten europäischen Marktplätzen vertreten ist. Lamy beschreibt den E-Commerce zunächst als ein Ökosystem, das Menschen, Marken und Märkte in Echtzeit und ohne physische Grenzen miteinander verbindet.
Im Hinblick auf die Reduzierung der CO₂-Emissionen verweist er auf die Zentralisierung der Logistik, die Optimierung der Transportwege und die Nutzung von Komplettladungen, wodurch die Anzahl der Einzelfahrten verringert werden kann. Es handelt sich um ein Modell, das – wie er es ausdrückt – Tausende von Fahrten in organisierte und effiziente Lieferungen verwandelt.
Der Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft zeigt sich auf zwei Ebenen. Einerseits erleichtert der E-Commerce den Zugang zu gebrauchten, wiederaufbereiteten oder recycelten Produkten über Shops, Marktplätze, Apps und spezialisierte soziale Netzwerke. Andererseits entstehen dadurch neue Geschäftsmodelle, die oft von jungen Unternehmern auf der Grundlage nachhaltiger Prinzipien entwickelt werden.
Künstliche Intelligenz erweist sich als Verbündete, da sie es ermöglicht, Trends zu antizipieren und Präferenzen zu analysieren, die Lagerbestände entsprechend der tatsächlichen Nachfrage zu organisieren und Überschüsse, Verschwendung sowie unnötige Emissionen zu vermeiden. Was die Verbraucher betrifft, verweist Rúben Lamy auf den „E-Commerce Trends Report 2025“ von DHL eCommerce, wonach 72 % der Verbraucher bereits vor dem Kauf auf Nachhaltigkeit achten. Die Zukunft der Branche, so sein Fazit, „wird zunehmend von Nachhaltigkeit und Personalisierung geprägt sein“.























